Wie man einen Spielleiter glücklich macht

Wenn ihr euch zum ABOREA spielen trefft, dann sind die Regeln für´s Spiel klar, schließlich stehen sie ja in den Heften, die ihr in der Box findet. Vielleicht habt ihr hier und da ja auch eigene Hausregeln im Laufe der Zeit eingeführt, die eure ABOREA Runde ganz exklusiv und voller Freude nutzt.

Sobald ihr eure Charaktere losschickt auf ihren Weg durch Palea, dann gibt es auch dort unterschiedliche Regeln, die befolgt werden sollten. So haben unterschiedliche Regionen bestimmte Eigenheiten, Menschen, die im Norden leben, haben vielleicht andere Ansichten zu bestimmten Dingen, als Menschen, die im Süden leben. Manche Taten, Worte oder zum Beispiel Magie sind an dem einen Ort akzeptiert, an einem anderen Platz nicht gern gesehen. Vielleicht erfährt man diese verschiedenen Regeln, die in der Welt von ABOREA herrschen, dadurch, dass man sie (un-)absichtlich gebrochen hat, vielleicht hat man aber auch schon vor der Ankunft an einem bestimmten Ort gehört, wie man sich dort am besten verhalten sollte.

Und dann gibt´s da immer noch die Realität

Natürlich sollte man auch zwischenmenschlich einige Dinge beachten, damit es nicht zu Unmut in der Gruppe kommt. Legen wir den Spot mal auf den Spielleiter.

Der Spielleiter hat definitiv von euch allen die meiste „Arbeit“ (gehabt). Er ist es, der das Abenteuer ausgewählt und vorbereitet hat. Vielleicht hat er es sogar selbst geschrieben! Das Ganze ist nicht in einer halben Stunde erledigt, sondern erfordert einiges an Vorbereitungszeit. Ich gehe in diesem Beispiel davon aus, dass der Spielleiter nicht ein Vollzeit-Improvisationstalent ist, das sich nicht vorbereitet, sondern nur grob den roten Faden kennt und den Rest gekonnt aus dem Ärmel schüttelt.

Der Spielleiter hat die Aufgabe, jeden von euch gleich lieb zu haben und euch alle gleichmäßig zu betüddeln (oder in Probleme zu verwickeln ;-)). Mit seinem Abenteuer und seinen Entscheidungen steht und fällt im Endeffekt das Gefühl, das ihr im Abenteuer bekommt: Das kann ein super, ein halbwegs gutes oder ein blödes Gefühl sein. Außerdem ist der Spielleiter auch nicht ganz so selten der Buhmann der Gruppe, weil er Pläne durchkreuzt, Leben beendet oder „gemein“ ist.

Was kriegt ein Spielleiter meistens? Kommentare dazu, dass etwas unfair war, er bekommt Regelfehler aufgezeigt, deren Korrektur der Gruppe vielleicht den Hintern retten kann, Kritik an Ideen, die Einzelne blöd finden. Ja, natürlich muss man darüber diskutieren, wenn etwas nicht gut läuft, aber man kann das auch in Form von konstruktiver Kritik tun, Vorschläge machen und erklären, weshalb man Situation XY unschön findet.

Was ist die Belohnung, die ihr als Spieler aus einem Spieleabend mitnehmt? Emotionale, spannende und lustige Momente, die ihr mit eurem Charakter dank des Abenteuers des Spielleiters erleben konntet. Und ihr musstet euch nur hinsetzen, würfeln und (re)agieren!

Was ist das Dankeschön, das der Spielleiter mitnimmt?

Spielleiter nehmen eine Spielrunde anders wahr als die Spieler. Die Spieler sind im Regelfall deutlich emotionaler dabei, da sie IHREN Charakter haben, der Spielleiter hingegen ein ganzes Arsenal. Emotional wird´s da höchstens, wenn die Spieler den stundenlang ausgearbeiteten NSC umbringen, ohne dass dieser zur Geltung kam. Das merkt man an der Zeit, nach der sich Spieler noch an Runden erinnern können, im Vergleich zum Spielleiter. Die Runden, welche als Spieler gespielt werden sind in den meisten Fällen emotionaler als beim Spielleiter* und bleiben länger im Kopf als die geleiterten Runden. Auch, weil die Spieler sich auf nur eine Sache konzentrieren müssen, während beim Spielleiter im Hinterkopf die Geschichte weiterläuft und auch Dinge beachtet werden müssen, welche die Spieler nie zu Gesicht bekommen. Dafür bekommt er als Lohn die Freude der Spieler!* (*Beobachtung eines Spielleiters)

Ein Spielleiter ist natürlich froh, wenn er es mit seiner Geschichte schafft, euch eine gute Zeit zu machen. Ihr könnt aber dafür sorgen, dass das Dankeschön noch größer ist!

Verkneift euch zum Beispiel den einen oder anderen Kommentar erst einmal, denkt darüber nach, ob es wirklich nötig ist, das jetzt dem Spielleiter mitzuteilen und wenn ihr dann immer noch der Meinung seid, dass es wichtig ist: tut es. Aber behandelt den SL am besten nicht so, als wäre er der Antichrist. 😉

Seid pünktlich und vorbereitet! Wenn eure Runde um 16 Uhr beginnt, dann seid spätestens um 15.55 Uhr da, packt eure Sachen aus und seid bereit für die Worte des Spielleiters. Damit ihr wisst, wovon er spricht, macht es übrigens Sinn, sich eventuelle Notizen nochmal durchzulesen. Es hat auch etwas mit Wertschätzung dem Spielleiter gegenüber zu tun, wenn man sich vorbereitet. Das hat er schließlich auch getan!

Bringt euch ein! Wie bereits erwähnt hat der Spielleiter sehr wahrscheinlich vor, euch mit seinem Abenteuer eine gute Zeit zu verschaffen. Helft ihm dabei, in dem ihr wach und aufmerksam seid, in die Rolle eures Charakters schlüpft und mit ihm agiert, wo ihr nur könnt. Legt das Handy zur Seite und lauscht den Erzählungen, überlegt euch, was gerade zu tun ist und sprecht, fragt nach und spielt mit! Und zwar so richtig! Je mehr ihr euch einbringt, desto intensiver wird es auch für euch!

Die Terminfindung

Wahrscheinlich haben wir alle zu wenig Zeit und zu viel zu tun. Da ist es nicht immer einfach, einen Termin zu finden. Und natürlich muss es auch ein Termin sein, an dem auf jeden Fall der Spielleiter Zeit hat. Wenn in einer größeren Runde ein Spieler fehlt kann man darauf eher für einen Abend verzichten, als auf den Spielleiter. 😉 Aber es ist nicht die Aufgabe des Spielleiters, immer wieder Terminvorschläge rumzuschicken und die Findung zu koordinieren. Das kann durchaus auch mal jemand anders übernehmen. Dann hat der Spielleiter ein paar Minuten mehr Zeit, sich auf euer Abenteuer vorzubereiten. 😉

Spielleiter mögen Kuchen.

Kuchen löst viele Probleme und Kuchen macht glücklich – zumindest die meisten. Wie wäre es, wenn euer Spielleiter von euch Spielern einfach mal einen Kuchen bekommt als kleines Dankeschön dafür, dass er euch unvergessliche Momente bereitet? Wenn er euch gern hat, wird er sicherlich auch mit euch teilen.

Falls ihr nicht backen könnt: Fahrt vor dem ABOREA Abend beim Bäcker vorbei und kauft Kuchen. Wenn Sonntag ist und der Bäcker zu hat: Haltet am Kiosk oder der Eisdiele und kauft Eis. Wenn es Winter ist: Kauft an der Tanke eine Flasche Glühwein. Es gibt keine Ausreden dafür, nicht danke zu sagen! 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.