ABOREA stellt sich vor: A wie Andreas und Anja

Hallo ihr furchtlosen und spannungsliebenden Abenteurer,

heute ist es wieder einmal an der Zeit, euch zwei weitere Gesichter vorzustellen, die für ABOREA hinter den Kulissen dafür sorgen, dass es für euch immer spannend bleibt.
Vor einiger Zeit haben sich bereits Kaddy und Martin vorgestellt. Falls ihr das verpasst haben solltet, schaut auf jeden Fall nochmal vorbei!

Heute könnt ihr mehr über Andreas und Anja erfahren.
Und jetzt gibt´s nicht mehr viel Fluff drum herum (denn das ist Anjas Aufgabe ;-)), sondern wir kommen direkt zum Punkt und übergeben das Zepter an Andreas.

An die Schwerter, fertig, los!

Hi, ich bin Andreas “AAS” Schroth, und das zweite A im Kürzel steht für “Alexander” (damit ist das dann auch geklärt). 

Und diese Vorstellung ist ein Rant. Entschuldigung. 🙂

Meine Liebe zum Rollenspiel ist so alt wie Rollenspiel in Deutschland – jedenfalls begann sie mit der ersten Anzeige für ein seltsames neues Spiel namens “Das Schwarze Auge” in der Broschüre des örtlichen Spielzeugdealers. Ich liebte DSA, die einfachen Regeln, die unbekannte Welt und das düster-rohe Artwork von Bryan Talbot heiß und innig – bis plötzlich extrem saubere Männer mit Schnauzbärten, schreibunten Aventurienkarten und aus drei Würfen bestehende Talent- und Zauberproben mir “mein” System madig machten. 

Nach vielen Wegen von der roten D&D Box über AD&D, Midgard, Runequest, das wirklich exzellente Sturmbringer-W100-System und natürlich Ausflüge in fremde Welten mit TRAVELLER, Shadowrun, Star Wars D6, Battlelords of the Twenty-Third Century und vor allem meinem heiß geliebten Cyberpunk 2020 entdeckte ich Vampire für mich und wurde 20 Jahre lang vom Phänomen Vampire LARP (erst Maskerade, jetzt Requiem) verschluckt. Neben weiteren Tischrollenspielrunden, natürlich.

Mein uralter Erzfeind verfolgte mich quer über alle Systeme hinweg: Der KANON und METAPLOT und seine stets zahlreiche, extrem engagierte Gefolgschaft. 

Mit morbider Faszination beobachtete ich aus der Ferne, wie speziell Aventurien bis in das letzte Kaff kanonisch ausdefiniert wurde. Auch das zunächst mit grobem Pinsel gemalte Maskerade-System wurde Quellenbuch für Quellenbuch enzyklopädisch seziert, bis nichts Unbekanntes mehr existierte. 

Die Fülle des Detailreichtums wäre dabei kein Problem, wenn es denn nicht immer diese Grabenkämpfe darum gäbe, was “erlaubt” und “offizielle Wahrheit” ist. Egal, um welches System es ging: Kaum lag eine offizielle Darstellung auf dem Tisch, schienen die Fans des Systems spontan die Fähigkeit zu verlieren, alternative, eigene Ideen zu entwickeln oder auch nur zu dulden, dass es diese gibt. 

Im übrigen ist das für mich klar die Schuld von Tolkien, der mit dem überdetaillierten Herrn der Ringe und vor allem dem Silmarillion diese Art des Weltfachwissen-Geektums begründete. (Nein, ich bin absolut kein HdR/LOTR-Fan, dafür liebe ich die “Kane”-Saga von Karl Edward Wagner). 

Im Laufe der Zeit fand ich einige interessante Ansätze, wie man mit dem Phänomen der (für mich) übertriebenen Ausdefinierung von Settings umgehen kann: 

D&D 4 (über das man streiten kann) arbeitete mit “Points of Light”, also isolierten, vom Licht offizieller Publikationen beleuchteten Orten auf einer ansonsten unbekannten, im Finsteren liegenden Weltenkarte. 

Vampire: Requiem arbeitete mit Quellenbüchern, die mehrere, einander widersprechende Wahrheiten präsentierten und jeder Gruppe selbst überließen, ob überhaupt eine davon “die wahre Wahrheit” ist. 

Das Imperium-Setting von TRAVELLER natürlich arbeitete mit einer schier endlosen Galaxis, die (abgesehen von allgemeinen Indexwerten der einzelnen Hauptwelten) niemals völlig lückenlos beschrieben werden könnte und jedem SL mehr als genug Platz für eigene Settings ließ. 

Als Sebastian mich erstmals auf ABOREA ansprach – zu der Zeit war ich dabei, einige TRAVELLER Illustrationen in seinem Auftrag für 13Mann zu machen – war ich von der zugrundeliegenden Idee sofort angetan:

Welt und System sind sehr klassische Fantasy (ich brauche keine Drachen-, Wolf- oder Löwenmenschen in “meinem” Fantasyspiel), das Regelwerk war im Vergleich zu den führenden Fantasysystemen zu der Zeit hinreißend einfach und intuitiv lernbar, und die zugrundeliegende Welt war und ist neu, unberührt, ein grenzenloser Abenteuerspielplatz.

Die Idee, jede Art künftiger Ausarbeitung vom Start weg auf bestimmte Stellen der Karte zu begrenzen und den Rest nur grob abgehandelt zu präsentieren finde ich den wohl stärksten Aspekt von ABOREA. 

Nicht nur, weil so jede Gruppe selbst entscheiden kann, ob sie lieber in einem (irgendwann dann) detaillierter bekannten Gebiet wie Trion oder in einer völlig selbst entwickelten Gegend spielen will (oder wechselnd zwischen beiden), sondern weil der klare Split in kanonisch beschriebene Ecken und “freie” Gebiete alle Grabenkämpfe um das “richtige” Spiel weiträumig ausräumen dürfte. Trotz Internet! 🙂

Zudem freut es mich, dass ABOREA als neues System “von Beginn an richtig” und anfängerfreundlich “aus einem Guss” gebaut werden kann. 

Verschiedene andere, auf bereits erfolgreichen Systemen aufbauende Einsteigersysteme sind letztlich “heruntergedummt” oder vom Start weg nur als Überbrückung gebaut, bis der N00b endlich Elite genug ist, das “echte” Spiel zu spielen. 

Nicht so ABOREA: Das Grundsystem ist denkbar leicht zu lernen (vielleicht kann es an einigen Ecken noch weiter vereinfacht werden), komplexere Regeloptionen sind genau das: OPTIONEN. Großes Kino, bei dem die Story immer im Vordergrund steht – weil jedes Wühlen in mehrhundertseitigen Büchern entfällt. 

Ach so: Für ABOREA bin ich als Illustrator (Der dunkle Fürst, einige Monster des Monats), Autor (Trion-Set, einige Monster des Monats) und Supporter (Burg-Con Berlin, dieses Jahr hoffentlich auch RPC Köln) tätig. 

Im Web findet ihr meine laufende ABOREA-Kampagne unter https://narbensang.wordpress.com/ und meine gesammelten Artworks unter https://raben-aas.deviantart.com/. Dort findet ihr auch Artwork, das ich für Shadowrun, Traveller, Vampire und verschiedene kleinere Systeme wie Battlelords of the Twenty-Third Century, Mindjammer, Contact: Code Omega und Transfer gemacht habe. 

Und ja, ihr könnt euch eure Charaktere oder auch die ganze Gruppe gerne von mir illustrieren lassen. Schickt mir einfach eine E-Mail an aas@raben-aas.de

Man spielt sich!
AAS

Und nun erwartet euch Anja – die Fluff-Expertin!

Der Chef hat gesagt, ich soll nicht über meine übliche Rollenspielerkarriere schreiben, sondern über Phantastik und Geschichten, das ist viel interessanter.

Ok, da hat er vermutlich Recht, also Phantastik und Geschichten. Oder besser, wenn es mich angeht:  Fluff! Mein Ein und Alles. Aber von vorne, ich bin Anja, Mitte 40, seit Jahren glücklich verheiratet mit einem schwer vercyberten Troll, den ich in einem Shadowrun-Chat mit einer anderen verkuppeln wollte, und Mutter einer dunklen Einhorn-Geheimagentin – wie man sieht ist Fantasie ansteckend und anscheinend erblich. Allen Göttern die sich gerade zuständig fühlen sei Dank.

Ich liebe es, Geschichten zu erzählen. Die Regeln überlasse ich gerne Anderen, aber dem Geschichtengerüst „Fleisch auf die Knochen zu packen“, den Fluff eben, das ist, es was mich nachts aus dem Bett treibt. Außerdem müssen die Geschichten raus aus meinem Hirn, weil sie da sonst nur mit bunten Murmeln spielen und bei dem Lärm kann ich nicht pennen.

Geschichten halten die Welt zusammen, verbinden die unterschiedlichsten Menschen. Dafür liebe ich das Rollenspiel, es erschafft gemeinsam gelebte Geschichten, an die man sich auch nach Jahren noch gerne erinnert. Leute die zu Freunden geworden sind, weil man gemeinsam nicht nur Drachen besiegte, sondern auch auf den Pizzaservice gewartet hat, bis man beinahe bereit war, aus lauter Hunger das eigene Charakterblatt zu essen. Cola in Würfelbechern, das 95ste Würfelset, durchgespielte Nächte und die verzweifelte Suche nach Klopapier auf einer Con.

Damit ihr was zu spielen habt und möglichst genauso gerne Geschichten erlebt und vielleicht auch selbst erfindet, dafür schreibe ich hier den Fluff. Ich möchte nur ein bisschen der Zündfunke sein, damit ihr irgendwann eure eigenen lodernden Lagerfeuer habt, um die ihr sitzen könnt und erzählt, was ihr so erlebt habt, denn es gibt so viele coole Geschichten zu entdecken.

Ich lebe einen Haufen Leben. Die Geschichten meiner Spielcharaktere eröffnen mir Möglichkeiten, die ich als die gehbehinderte Anja die ich bin niemals hätte. Also bin ich eine blauhaarige Kojoteschamanin, ein Tänzerin-Voodoo-Mädchen, eine untote Nekromantin, eine Trollmama mit dem Talent Küchen (und Leute) abzufackeln, ein Langfinger-Kender, eine strunzdumme Piratin, eine violett befellte Spinne im Weltall und noch so vieles mehr und ich liebe es. Manchmal bin ich sogar ein Baum. Was eben die Geschichte gerade so braucht. Und für Aborea bin ich die, die gerne ein wenig Fluff verteilt.

Habt Spass!

Wir hoffen, euch haben die Einblicke in Andreas und Anjas Geschichten gefallen. Habt ihr Fragen an sie? Dann schreibt eine Mail an hallo@aborea.de!

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