Lerne deinen Charakter kennen

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Lerne deinen Charakter kennen

Bei ABOREA versetzen wir uns in die Rolle eines anderen Wesens, wir schlüpfen in die Haut unseres selbsterschaffenen Charakters. Ob Mensch, Elf oder Zwerg – alle haben eines gemeinsam: Sie haben ihren eigenen Willen, sie haben bestimmte Eigenschaften, Macken und Stärken. Und das sorgt für das, was das Rollenspiel für uns alle so besonders macht:

Wir tauchen ab.

Und das ICH eines jeden Spielers zählt für einige Stunden nicht. Es ist das ICH des Charakters, das zählt.

Hier haben wir bereits über die vielfältigen Entscheidungsmöglichkeiten bei der Charaktererschaffung sinniert und über Dinge, die man beachten sollte oder zumindest könnte.

Heute gehen wir einen Schritt weiter. Nein, vielmehr gehen wir einen Schritt zurück. Denn jeder Charakter hat eine Geschichte, die ihn zu dem macht, was er ist, wenn er sich das erste Mal in ein Abenteuer in der Welt ABOREA stürzt.

Jeder Charakter hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Manche mehr, manche weniger. So, wie du als Spieler und ich als Spielerin. So wie wir Spieler in unseren Leben durch Erlebnisse geprägt wurden und uns vielleicht aufgrund dessen verändert haben, so haben es auch unsere Charaktere erlebt. Gerade deswegen ist es auch wichtig, sich über den Werdegang des eigenen Charakters Gedanken zu machen.

Du darfst malen.

Im Endeffekt hast du ein leeres, weißes Blatt Papier vor dir liegen und hast die Möglichkeit, es so bunt zu malen, wie du es gern hättest. Es kann pink mit Sternchen werden, es kann grün und braun werden, es darf aber auch schwarz- weiß sein.

Jeder Pinselstrich entscheidet, wie du, der Spieler, dich fühlen wirst, wenn du mit deinem Charakter, deinem eigens erschaffenen Wesen, losgehst und Abenteuer bestreitest. Stunden, Wochen und vielleicht sogar Jahre werdet ihr zusammen verbringen. Ihr werdet eine Verbindung aufbauen. Du wirst mit ihm leiden und du wirst dich mit ihm freuen. Sollte er mal im Kampf fallen, wirst du vielleicht sogar traurig sein.

Lern ihn kennen.

Je mehr du dich mit der Geschichte deines Charakters beschäftigst, desto besser wirst du ihn kennenlernen. Desto wohler wirst du dich in seiner Haut fühlen. Und so wird es auch für dich einfacher werden, Entscheidungen zu treffen.

Gerade am Anfang einer Rollenspielleidenschaft fällt es oft schwer, die spielereigenen Gedanken und Wünsche beiseite zu schieben und sich nur auf das zu konzentrieren, was der Charakter tun würde. Schnell wird auch mal eine Entscheidung getroffen, die als Spieler sinnvoll zu sein scheint – man hat ja als Spieler durchaus andere Informationen als der Charakter. Jedoch sind solche Entscheidungen manchmal nicht die, die auch der Charakter getroffen hätte.

Ein kleines Beispiel.

Vielleicht ist dein Charakter sehr gläubig und würde ausnahmslos alles für seine Gottheit tun. Ein hoher Feiertag steht an, an dem der Gottheit gehuldigt werden soll – und zwar 24 lange Stunden. Dein Charakter und seine Begleiter befinden sich in einer großen Stadt im Norden Paleas. Ihr habt die Information erhalten, dass eine riesige Arme von unmenschlichen Kreaturen nicht weit der Stadt gesichtet wurde und die Panik macht sich langsam aber sicher im Ort breit. Der Feiertag liegt daher … sagen wir … eher ungünstig, denn die Wahrscheinlichkeit, dass die Gebete vom Eindringen der Wesen in die Stadt unterbrochen werden, ist ziemlich hoch.

Aber würde dein Charakter nicht alles dafür tun, seine Gottheit zu erfreuen und ihr untergeben zu sein?

Der Spieler in dir schreit wahrscheinlich: „Du kannst doch jetzt nicht beten gehen! Die Horden sind fast da und werden alles zerstören, was sich in der Stadt befindet!
Was aber denkt dein Charakter?

Die Details sollten stimmen.

Das komplette Leben eures Charakters detailliert niederzuschreiben, von der Geburt beginnend, wäre eine ziemlich große Aufgabe. Das ist aber gar nicht unbedingt nötig.
Viel wichtiger ist, dass die besonderen Dinge, die ihm widerfahren sind, festgehalten werden. Die Schlüsselmomente. Sowohl diejenigen, die sich in der Kindheit ereignet haben, als auch diejenigen, die vielleicht noch nicht so lange zurück liegen. All diese Momente, die etwas in deinem Charakter ausgelöst haben. Gefühle. Körperliche Merkmale. Ticks und Verhaltensmerkmale. 

Hat dein Charakter noch eine lebende Familie? Wie gut versteht er sich mit ihr? Wer ist sein Fels in der Brandung? Mutter, Vater oder vielleicht die Großeltern? Und wie steht es um die Liebe? Gibt es da jemanden, der zu Hause auf ihn wartet, gab es mal ein großes Unglück oder eine unerfüllte Liebe?

Vielleicht hat dein Charakter einen großen Wunsch – diesen einen, für den er alles geben würde? Einen, der ihn alles um sich herum vergessen lässt, weil sein Blick immer nur darauf gerichtet ist, seinen Wunsch zu erfüllen?

Jeder von uns hat Ängste. Das ist bei unseren Charakteren nicht anders. Was genau ist es, das dein Charakter am meisten fürchtet? Ist es Feuer, weil er einmal seinen kleinen Bruder aus einem brennenden Haus retten musste? Ist es Dunkelheit, weil er als Kind entführt wurde? Sind es Tiere, weil er sich von ihnen einmal bedroht gefühlt hat? Hat er Angst vor dem Tod?

Wie sieht es mit der Gesetzestreue deines Charakters aus? Würde er anderen Unrecht antun oder achtet er darauf, dass es immer mit fairen Mittel zugeht? Würde er in Notsituationen diese Einstellung ignorieren oder unerschütterlich bei dieser Meinung bleiben?

Schönheit, Pflege, Erscheinung – bei diesen Themen gehen die Meinungen weit auseinander. Legt dein Charakter Wert darauf, immer hübsch anzusehen zu sein und gut zu duften? Oder schlägt er sich eh von Taverne zu Taverne durch und bekommt regelmäßig einen Humpen Bier über die Kleidung geschüttet? Würde es dann noch eine Rolle speieln, ob er sich regelmäßig ein Bad gönnt oder nicht?

Die Liste der Dinge, über die man nachdenken könnte, ist lang und das hier ist nur ein Bruchteil der Fragen, die man sich stellen kann. Und wie du vielleicht merkst, werden durch solche Fragen kleine Schräubchen gedreht – und dein Charakter verändert sich. Vielleicht nicht unbedingt auf den ersten Blick merklich. Aber wenn er dann in einer Situation steckt, die er lösen muss, wird solch eine Veränderung spürbar.

Natürlich gilt auch hier wieder: Niemand muss das tun. Kein Spieler benötigt zum Spielen die Geschichte des eigenen Charakters. Aber die Hintergrundgeschichte verleiht ihm noch mehr Tiefe – und sorgt so vielleicht sogar für noch mehr Spielspaß.

Hast du denn schon mal über die Geschichte deines Charakters nachgedacht? Und welche Fragen würdest du dir stellen?

 

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