23. CaveCon – Ein Wochenende in Aschaffenburg

Über die Con

Die CaveCon ist eine kleine Con in Aschaffenburg, welche von den Vereinen Cave-Con e.V. und Asgard e.V. veranstaltet und organisiert wird. Das ganze Wochenende dreht sich im Jugendkulturzentrum alles um die Themen Rollenspiel für Anfänger und Veteranen. Tabletop und Boardgames.  Autorenlesungen und ein breites Angebot an Händlern, sowie die „beste Con-Küche der Welt“ (Zitat Veranstalter) und weiteres Rahmenprogramm ergänzen die Con und lassen keine Langeweile aufkommen.

 

Die Location

Gespielt wurde im Jugendkulturzentrum, kurz JuKuZ, einer schönen kleinen Location mit ausreichend Platz für die geschätzt 300 anwesenden Spieler. Neben vielen Räumen mit Couchen, einem geräumigen Hof mit Tischen, einem Saal mit Bühne und einer geräumigen Küche bot der Standort alles, was das Herz begehrt. Beinahe alle Räume waren durchgehend mit Runden belegt, ohne jedoch die Location überfüllt wirken zu lassen.

 

Die Ankunft

Nach erfolgloser Parkplatz-Suche entschlossen mein Reisebegleiter und ich, das für Besucher der Convention zur Verfügung stehende Parkhaus zu nutzen. Für zwölf Euro das ganze Wochenende parken? Wir waren dankbar, denn ohne hätten wir mit dem Auto wohl einige Schwierigkeiten oder lange Laufwege gehabt.

Der Eintritt zur Con an sich kostete 8 Euro für das ganze Wochenende, Vergünstigungen für vorangemeldete Spielleiter wie auf anderen Cons gab es nicht. Nach einer kurzen Rundtour und einem kleinen Test der so groß beworbenen Küche war ich erst einmal mäßig begeistert. Alles war auf den ersten Blick sehr schwer greifbar und mein erster Gedanke war: „Wo soll ich hier bloß in Ruhe eine Runde anbieten?“.

Doch zum Glück trog der Schein und ich konnte noch am gleichen Abend meinen Ersteindruck revidieren. Die CaveCon wird deshalb wohl unter dem Motto: „Nichts war, wie es schien“ bei mir in Erinnerung bleiben.

 

 

Die Spielrunden

Geplant waren über das Wochenende zwei bis drei Spielrunden. Davon zwei für Samstag und vielleicht eine für Freitagnachmittag. Doch diesbezüglich habe ich mich selten so verschätzt, wie an diesem Wochenende. Gespielt habe ich das Wochenende im Übrigen in nicht direkt einsehbaren Gruppenräumen und einem versteckten Keller. Wunderbar ruhig, aber deswegen „Nichts war, wie es schien“.

Freitag

Nach dem ersten Erkunden hängte ich meine erste Spielrunde aus. Die restlichen ausgehängten Runden waren zu diesem Zeitpunkt nur mäßig voll, deshalb machte ich mir keine großen Hoffnungen – es waren eben noch nicht allzu viele Interessierte da. Nachdem die Runde nach einiger Wartezeit nicht zustande kam, entschloss ich mich als Spieler irgendwo einzusteigen. Während des erfolglosen Wartens auf Mitspieler hatte ich mich wieder mal mit den zwei sehr netten Autoren von NoReturn verquatscht. Da ich den Beiden auf Cons immer mal wieder über den Weg laufe und das Spiel vorher aus zeitlichen Gründen nie ausprobieren konnte, fiel meine Wahl auf eine Demorunde von NoReturn. Der Fantasy-Spielleiter ging sich also in einem Endzeit-Szenario mit Mutanten und Zombies anlegen – na das konnte ja nur gut gehen. Als Ergebnis der Spielrunde muss ich auch leider gestehen: Mein Charakter hat es nicht überlebt. Lustig war es trotzdem.

Nach der Runde beschloss ich, mein Glück ein zweites Mal zu versuchen und hängte eine Nachtrunde für 0.30 Uhr aus. Und siehe da: die Runde wurde voll. Also endlich in beheimateten Gefilden spielen und meine vier Spieler auf eine Reise durch Palea schicken. Wundervoll. Spätestens ab hier war ich ein Fan der Con. Die Runde sollte planmäßig bis 02:00 Uhr gehen, weitete sich dann jedoch mit Einverständnis der Spieler bis 03:30 Uhr aus.

 

Samstag

Für den Samstag war eine Runde „Schatzsuche“ angesetzt. Im Endeffekt wurden daraus drei Runden, über den Tag verteilt. Gespielt wurden das vorangemeldete Wüstenabenteuer „Schatzsuche“, welches wir leider zum Ende hin leider aufgrund einer etwas verunglückten Raumvergabe verkürzen mussten und einer weiteren Reise per „Artefaktwahnsinn“ durch Palea. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, mein neues Abenteuer „Das Monster unter dem Bett“ auszuprobieren, welches sich thematisch am Abenteuer „Diebe in Leet“ orientiert.

Das Besondere an dem Abenteuer ist, dass es auch ohne Kämpfe auskommt und auch mit Kindern problemlos spielbar ist. Und auch wenn die Gruppe im Altersschnitt eher gegen 35+ ging, so hatten wir doch alle sehr großen Spaß daran. Die Runden fanden um 10.00, 15.00 und 21.00 Uhr statt und einigen Spielern scheint es so viel Spaß gemacht zu haben, dass sie sich gleich noch ein zweites Mal eingetragen haben. Für mich als Spielleiter ist das ein großes Kompliment an meine Art zu leitern, weswegen ich mich immer riesig über wiederkehrende Spieler freue.

Einen kleinen Eindruck von einem der Spieler findet Ihr in Form eines Charakterhintergrundes im Forum

 

Abreisetag

Und auf einmal war er wieder da: der Abreisetag. Da wir aus Zeitgründen bereits Sonntag nach dem Frühstück wieder in die Heimat mussten, habe ich leider vieles nicht gesehen. Zum Glück liefen Orkenspalter TV auch auf der CaveCon herum und haben sich angeschaut, was ich aufgrund der Runden nicht sehen konnte.

ABOREA selbst ist zwar nicht zu sehen, allerdings ergänzt der Bericht für mich sehr schön das Gesamtbild.

Mitgenommen habe ich Erinnerungen an eine tolle Con, an die Gespräche mit dem einen oder anderen Community-Mitglied, ein paar wirklich schöne Runden, begeisterte Spieler und nicht zuletzt die wirklich gute Con-Küche.

Die nächste Möglichkeit mit uns zu spielen sind die Ratinger Spieletage am 08.04 und 09.04.2017, wo wir neben einem Infostand auch einige Runden anbieten werden.

 

Sichere Wege und reiche Beute

 

Euer Martin

2 Idee über “23. CaveCon – Ein Wochenende in Aschaffenburg

  1. Ralf sagt:

    Ich und meine Tochter (die den Altersdurchschnitt vermutlich deutlich gesenkt hatten) waren Samstag um 10:00 Uhr dabei.
    Es hat viel Spaß gemacht, obwohl wir am Ende wegen der Folgerunde drastisch kürzen mussten und ganze Abschnitte mit wenigen Worten erzählt bekommen haben.
    Zum Thema keine Kämpfe->gut für Kinder möchte ich noch sagen das sich meine Tochter nachher beschwert das sie gerne einmal gekämpft hätte. 🙂

  2. Thomas aka Torshavn sagt:

    Ein schöner Conbericht, der in Vielem auch meine Eindrücke wiedergibt.
    Vielen Dank für zwei schöne Aborea- Runden. Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß beim RPG. Da bin ich im Nachhinein wirklich froh, das meine Rolemaster- Runde unter den Tisch gefallen ist.
    Ich hoffe man sieht sich bei Gelegenheit auf einer anderen Con.

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