5 Tipps, die eure gemeinsamen Abenteuer noch spannender machen!

In den letzten Wochen ging es hier bei uns ja häufiger mal um die Spieler- und Nichtspielercharaktere bei ABOREA. Jetzt gehen wir mal einen Schritt weiter: Das Spielen selbst soll heute unser Thema sein.

Denn das ist ja das intensivste Erlebnis, das wir beim Rollenspiel erfahren können. Natürlich ist es spannend und auch emotional, sich die Geschichte seines Charakters zu überlegen, nachdem man ihn kreiert hat. Aber das wirkliche Highlight sind doch die Spieleabende, -nächte und –tage.

Man trifft sich, streift sich die Sorgen und Gedanken der realen Welt ab und schlüpft in die Haut des eigens erschaffenen Charakters. Vielleicht unterbricht zwischendurch der Pizzabote noch das gesellige Treiben auf Palea, aber ansonsten gehört diese Zeit euch und euren Helden.

Damit ihr auch immer so viel Spaß und Spannung erleben könnt, wie es eben möglich ist, hier einige Dinge, über die ihr einmal nachdenken könntet.

Seid wach und bringt euch ein!

ABOREA ist ein Tischrollenspiel, das, im Gegensatz zu Gesellschaftsspielen, kein vorgegebenes Spielmaterial nutzt – mal abgesehen von euren Würfeln. Vielleicht habt ihr eine Landkarte aus der Gegend, in der ihr gerade unterwegs seid. Eventuell findet ihr hier und da Gegenstände zum Anfassen, die der Spielleiter euch übergibt, nachdem ihr sie gefunden habt.
Aber alles andere, alles, was euch sonst passiert – das passiert in euren Köpfen. Diese Erlebnisse und Gefühle sollten ausgesprochen werden! Aus der Sicht eurer Charaktere, versteht sich … Denn nur, wenn jeder von euch sich am Geschehen beteiligt, indem er kundtut, was er sieht, fühlt oder worüber er nachdenkt, dann wird das Spielerlebnis auch so richtig lebendig.

Nicht nur zuhören, sondern selbst aktiv mitgestalten und sprechen, beschreiben und sinnieren!

Ihr seid ein Team!

Jeder Charakter, der sich in eurer Spielgruppe befindet, ist einzigartig und hat Normen, Werte und Ängste, die ihn zu dem machen, was er ist. Natürlich kann und darf das auch hin und wieder ein Aufhänger sein, um den einen oder anderen Seitenhieb zu verteilen oder auch einmal Diskussionen zu führen. Aber denkt immer dran: Ihr spielt gemeinsam, ihr seid eine Gruppe und solltet zusammenarbeiten. Anstatt zu wettern, weil ein Charakter „merkwürdige“ Züge an sich hat – denkt doch mal darüber nach, ob ihr Ideen habt, die gerade für ihn hilfreich sein können. Grübelt nicht nur darüber, was ihr in der Situation am besten tun könntet, sondern überlegt doch auch mal, ob die eine oder andere Marotte eines Spielercharakters nicht auch sehr praktisch sein könnte, wenn man sie gut nutzt?

Gemeinsam geht´s leichter. Helft einander!

Stellt euch ins Licht.

Der eigene Charakter ist genauso wichtig, wie alle anderen Charaktere. Niemand hat Lust, den Abend über schläfrig auf der Couch zu hängen und den anderen nur dabei zuzuhören, wie sie ein episches Abenteuer erleben … und selbst nur nebenher zu laufen. Von daher: Nutzt eure Chancen und rückt euch ins Bild! Sorgt mit guten Ideen dafür, dass man euch zuhört und jeder seinen Moment erleben kann. Das macht nicht nur euch als Spielern mehr Spaß, sondern bringt der ganzen Gruppe etwas. Wenn das alle machen würden, dann könnt ihr euch sicherlich schon vorstellen, was für ein grandioses Abenteuer vor euch liegt. Unterstützt euch jedoch auch gegenseitig und bietet jedem anderen Charakter auch die Möglichkeit, seinen Moment zu erleben – übernehmt nicht für den ganzen Abend die Kontrolle.

Der eigene Moment – für jeden von euch. Helft euch dabei, dass die Kamera in euren Köpfen mal auf jeden von euch zeigt.

Gefällt mir … oder auch nicht.

Sollte es in eurer Gruppe oder im Abenteuer selbst Dinge geben, die euch stören: sprecht sie an. Jeder von euch spielt ABOREA um Freude zu haben. Da wäre es doch schade, wenn jemand sich ärgert und den Spaß nicht so genießen kann, wie es eigentlich sein sollte. Wenn alle offen dafür sind, auch negative Erlebnisse zu besprechen, könnt ihr wunderbar gemeinsam eine Lösung finden. Und dann können alle ABOREA wieder auf gleiche Weise genießen.

Ähnliches gilt übrigens auch für positive Dinge. Wenn ihr mal in einem Abenteuer steckt und einen richtig tollen Abend dadurch hattet: sagt es dem Spielleiter doch einfach mal. Auch ein Spielleiter ist ein Mensch (auch, wenn dieser Glaube nicht weit verbreitet ist ;-)) und freut sich über tolles Feedback von euch. Schließlich führt er euch durch die Geschichten, um euch eine gute Zeit zu bescheren. Und wenn ihr sie habt, hat er sie auch. Natürlich dürfen auch Mitspieler gelobt werden: Für unfassbar gute Würfelwürfe, für eine Idee, auf die niemand anders gekommen wäre, oder auch für abgrundtiefes Versagen – denn schließlich wisst ihr nie, wofür es gut war.

Sprecht aus, was euch gefällt und was euch nicht gefällt. Nur so könnt ihr für alle die bestmögliche Spielsituation erschaffen.

Ich bin dann mal nicht erreichbar.

Wenn ihr den richtigen Rahmen für euer Spiel schafft, fällt euch einiges leichter und fühlt sich auch besser an. Natürlich muss man sich nicht für 8 Stunden vom Rest der Welt komplett abschneiden, aber trotzdem ist es empfehlenswert, das Handy mal auf lautlos zu machen und nicht pausenlos zu gucken, ob bei Instagram ein neuer Follower da ist oder ob ein Beitrag bei Facebook geliked wurde. Stellen wir uns mal folgende Situation vor:
Ihr schlendert gerade am Hafenbecken entlang, das blaue Wasser des Meeres ist aufgewühlt und hin und wieder landen einige kühle, klare Tropfen auf eurer Haut. Das ist ein sehr angenehmes Gefühl, denn auch, wenn der Wind aufgefrischt hat, ist es dank der Sonne, die hoch am Himmel steht, recht warm. Die schneebedeckten Gipfel der Berge in einiger Entfernung glitzern atemberaubend. Plötzlich stellt sich ein bärtiger, hochgewachsener Mann mit strengem Gesicht euch in den Weg und erhebt seine Stimme:
*träller* (ein Handy klingelt laut) PINK FLUFFY UNICORNS DANCING ON RAINBOWS … Ja? Hallo Mama. Nein, ich hab das noch nicht erledigt. Jetzt gerade ist auch schlecht … Ich … Ah okay, heute hast du Oma Gisela besucht … Schön … Du, Mama … Ich muss jetzt auch mal auflegen … Ja, ich ruf Oma auch mal wieder an, aber jetzt kann ich gerade nicht telefonieren … Ich leg jetzt auf. … Ja, ich meld mich morgen … *aufgelegt* So, wo waren wir?

Unschön, oder?

Die Lautlos-Funktion an einem Handy ist vor allem an einem Rollenspielabend sehr praktisch.

Jeder mag leckere Sachen.

Bringt doch einfach mal einen selbstgebackenen Kuchen oder ein Eis für alle mit. Da freut sich doch jeder drüber, oder etwa nicht?

 

Und, setzt ihr diese Tipps in eurer Runde bereits um? 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.